Details
ISBN/EAN: 978-3-662-73888-7
Einband: gebundenes Buch
Weitere Details
Auflage:
1. Auflage 2027
1. Auflage 2027
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
xiv, 348 S., 1 s/w Illustr., 5 farbige Illustr., 3
xiv, 348 S., 1 s/w Illustr., 5 farbige Illustr., 3
Hersteller:
Springer Verlag GmbH
juergen.hartmann@springer.com
Tiergartenstr. 17
DE 69121 Heidelberg
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DE 69121 Heidelberg
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Handbuch Deutschsprachig-jüdische Literatur seit der Aufklärung Bd. 1: Tradition und Glaube
Handbuch Deutschsprachig-jüdische Literatur seit der Aufklärung. Neue Forschungszugänge in Paradigmen
Beschreibung
Um die Formen des literarischen Ausdrucks von Tradition und Glauben in der deutschsprachigen jüdischen Literatur nachzuvollziehen, ist es wichtig zu verstehen, dass die jüdische Aufklärung (Haskala) und die darauffolgende Epoche der Wissenschaft des Judentums keine Absage an das Religiöse, sondern eine Modifikation desselben anstrebten. Das erkennbare Streben nach einer Emanzipation im Sinne einer auch weltanschaulich verstandenen bürgerlichen Integration konfligierte in der Folge weniger mit orthodox-konservativen literarischen Ansätzen als eher mit solchen, die, im Sinne der jüdischen Renaissance, nach orientalischen, nationalen oder auch archaisch, teilweise esoterisch verortbaren jüdischen Zuordnungen strebten. Nicht selten wurde dabei auch das Buch selbst zum Identitäts- und Glaubensobjekt überhöht. Die Ausgrenzung der jüdischen Gemeinschaft in den ersten Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft förderte einen Rückzug auf das religiöse Judentum als Referenzmoment des Selbstbewusstseins und der Differenz. Die durch den Holocaust hervorgerufene schwerwiegende Krise eines Glaubensbezugs zum Judentum hat demgegenüber neue, eher zaghafte und teilweise von innerer Abwehr geprägte Formen der Auseinandersetzung mit Tradition und Glauben gefördert. Dies is ein Open-Access-Buch.
Über Alfred Bodenheimer, Hans-Joachim Hahn, Rahel Stennes
Prof. Dr. phil. Alfred Bodenheimer ist Professor für Religionsgeschichte und Literatur des Judentums an der Universität Basel. PD Dr. HansJoachim Hahn war bis 2023 wissenschaftlicher Mitarbeiter im DACHProjekt Deutschsprachigjüdische Literatur seit der Aufklärung Neue Zugänge in Paradigmen und ist Lehrbeauftragter am Zentrum für Jüdische Studien der Universität Basel. Dr. des. Rahel Stennes ist Doktorandin am Zentrum für Jüdische Studien der Universität Basel.